MBOR-P – Berufliche Re-Integration bei psychischer Erkrankung

Die erste multizentrische Studie zur Medizinisch-Beruflich Orientierten Rehabilitation in der Psychosomatik

Seit einigen Jahren gibt es unter dem Stichwort „Medizinisch-Beruflich Orientierte Rehabilitation“ (MBOR) verstärkte Bemühungen in Rehabilitationseinrichtungen, noch besser zu verstehen was nötig ist, um erkrankte Menschen zu unterstützen, um beruflichen Anforderungen wieder gewachsen zu sein. Während diese Entwicklung in orthopädischen Reha-Kliniken schon weit fortgeschritten ist, steht sie im Bereich Psychosomatik noch recht am Anfang. Als eine von sechs Kliniken aus ganz Deutschland wurde die Fachklinik Aukrug, die ein psychosomatisches MBOR-Konzept seit 2014 umsetzt, nun ausgewählt, um an der ersten multizentrischen Studie zu diesem Thema teilzunehmen. Dabei erhalten Rehabilitanden mit einer besonderen beruflichen Belastung bzw. langer Krankschreibung entweder das bewährte und etablierte psychosomatische Reha-Angebot unter Einhaltung aller Qualitätsvorgaben der Deutschen Rentenversicherung oder sie erhalten ein Angebot, dass noch etwas stärker darauf fokussiert, auf welche Weise sich die Erkrankung auf die Berufstätigkeit auswirkt bzw. mit ihr in Zusammenhang steht und auf welche Weise die berufliche Leistungsfähigkeit auch auf Dauer günstig beeinflusst werden kann. Beide Angebote unterscheiden sich dabei nicht in der Menge der Anwendungen. Ziel der Studie ist es herauszufinden, ob diese besondere Aufmerksamkeit auf Arbeit und Beruf in der Rehabilitation sich auf lange Sicht tatsächlich auf die Erwerbsfähigkeit auswirkt. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch die Universität zu Lübeck.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Homepage der Studie: https://www.mbor-psychosomatik.de/